So ausgeschlafen wie noch nie, trafen wir uns an diesem Spät-Samstagvormittag in Ottstedt um Palinka Turnierfertig zu machen. Trotz gründlichen ausmisten schafft es unser Schimmelchen immer wieder, sich in die größten Misthaufen zu legen. Nachdem wir alles verpackt hatten und auch schon Palinka auf den Hänger geschoben war, standen wir vor der ersten Herausforderung des Tages: der Hänger ließ sich nicht mehr schließen! Hilfe bekamen wir von Gerald, der den Verschluss mit einigen kräftigen Schlägen zuschlug! Um nicht wieder vor verschlossenen (oder nicht mehr schließbaren) Türen zu stehen, wurden wir mit einem großem Hammer ausgestattet und konnten nun endlich losfahren. Nachdem auch Bieli in Weimar an der Bushaltestelle eingesammelt war, machten wir uns mit einem ständig pupsenden Hund auf den Weg nach Leipzig. Unsere zügige Fahrlaune wurde allerdings in Jena bereits gestoppt, als wir den ersten Stau-Warn-Anruf bekamen. Also hieß es Abfahrt in Droßig und wieder einmal das Leipziger Hinterland auf Schleichwegen erkunden! Aber dank perfekter Zeitplanung kamen wir dennoch pünktlich in Leipzig an. Nachdem wir eine abgelegene Ecke für unseren Hänger gefunden hatten, begannen wir damit der A-Gruppe die Haare zu frisieren. Motiviert und gestärkt wurden wir dabei durch eine große Schüssel frisch gepflückter Erdbeeren von Familie Maastag. Dann war es auch schon an der Zeit Palinka fertigzumachen und während Nadia ablongierte, probte die A-Gruppe noch mal ihren Einlauf. Pünktlich mit der ersten Gruppe landete wir in der Wettkampfhalle, so das Palinka sich noch mal alles in Ruhe anschauen und jeder noch einen Aufgang machen konnte. Hm vom Gruppenstart an sich lässt sich nicht viel berichten – nachdem Nadia von Palinka konsequent zweimal nacheinander ignoriert wurde, lief sie wie ein Bienchen!!!! Sie brauchte noch nicht mal ein-zwei Mann um ruhiger zu werden, hatte dann aber zum Ende hin ganz schön zu tun! Die Mädels kämpften sich ohne größere Fehler durch Pflicht und Kür – allerdings fehlt es halt noch sehr an Spannung und Ausdruck. Na ja da wissen wir wenigstens was wir über den Sommer zu üben haben. Nach der Gruppe hatten Palinka und Nadia nur eine halbe Stunde Zeit bis zum Einzelstart. Und während die eine versuchte wieder zu Luft zu kommen, zog sich die andere schnell um und machte sich warm! Der Einzelstart verlief seit langer Zeit mal wieder ganz gut! Auf jeden Fall waren wir mit Pflicht, Kür und Pferd sehr zufrieden. Dank zahlreicher dunkler Wolken am Himmel, begannen wir danach lieber gleich damit, dass ganze Volti-Zeug und Palinka zu verpacken. Und das keinen Moment zu früh – kaum war alles weg begann es heftig zu regnen! Das Ende vom Lied war, dass alle versuchten sich in und um den Bus von Claudia zu quetschen und dabei ein heilloses Durcheinander von Taschen, Bodys, nassen Klamotten und weiteren Utensilien entstand! Etwas wiederfinden? Zwecklos!! Nach dem Regen zogen wir uns für die Siegerehrung um und marschierten langsam wieder Richtung Halle! Aber ausnahmsweise waren wir mal sehr zu früh dran, so dass wir uns in der Halle noch ein wenig die Zeit vertreiben mussten. Nach der Siegerehrung wollten wir eigentlich alle schnell nur noch ein Bild machen und dann ab nach Hause, allerdings mussten wir feststellen, dass Johanna verschwunden war. Sofort streiften alle aus um sie zu suchen. Denn ne verschwundene 5 jährige ist nicht so wirklich prickelnd. Im Endeffekt hatte sich Johanna alleine in die Vorbereitungshalle verzogen, vorbildlich ihre Schuhe ausgezogen und turnte da ganz in Ruhe mit einem kleinen Jungen auf dem Holzpferd rum! Na ja eigentlich hätte uns das klar sein müssen – wo sonst sollte unser Nachwuchs stecken?! Gut nachdem wir dann endlich unser Bild gemacht haben, die Wertnoten der A-Gruppe noch mal neu berechnen ließen und etwas Ordnung ins Buschaos geschafft hatten, konnten auch wir uns endlich wieder auf den Heimweg begeben!